Still werden...

Vibrierende Stille ist Schöpfung

Fliessende Stille ist Liebe

Geteilte Stille ist Freundschaft

 

Betrachtete Stille ist Unendlichkeit

Gehörte Stille ist Verzauberung

Ausgedrückte Stille ist Schönheit

 

Aufrechterhaltene Stille ist Stärke

Unterlassene Stille ist Leiden

Gewährte Stille ist Erholung

 

Festgehaltene Stille ist heilige Schrift

Bewahrte Stille ist Tradition

Geschenkte Stille ist Initiation

 

Erhaltene Stille ist Freude

Wahrgenommene Stille ist Wissen

Gefestigte Stille ist Erfüllung

 

Nur Stille ist.


Die Geschichte vom Fischer und dem Geschäftsmann

Am späten Vormittag sass ein Fischer unter einer Palme am Strand und blickte zufrieden aufs Meer hinaus. Der Morgen hatte ihm einen guten Fang beschert, von dem  seine Familie und auch die Leute im Dorf satt werden würden.

Da kam ein Geschäftsmann des Weges.

"Warum sitzt du da unter der Palme und schaust aufs Meer, statt hinauszufahren, und Fische zu fangen.?" fragte er den Fischer.

Der liess sich nicht in seiner Ruhe stören. "Ich war schon draussen", sagte er nur.

"Ja, und wieviel hast du gefangen?"

"Genug, dass wir heute satt werden."

Der Geschäftsmann griff sich an den Kopf. "Mehr nicht? Das verstehe ich nicht... Du hast doch Zeit, warum fährst du nicht raus und machst noch einen Fang?"

Der Fischer sah den Geschäftsmann verständnislos an. "Wozu denn?"

"Du könntest mehr Fische verkaufen", ereiferte sich der Geschäftsmann. "Du könntest dir von dem verdienten Geld ein tüchtigeres Boot kaufen, bessere und grössere Netze. Damit fängst du mehr und kannst noch mehr verkaufen. Dann kannst du sogar Leute einstellen, die für dich arbeiten, und dein Erlös vermehrt sich. Vielleicht kannst du sogar eine eigene Fischkonservenfabrik gründen und die Fische weltweit vertreiben..."

"Und wenn ich das alles geschafft habe, was mach ich dann.?""Dann...ja, dann kannst du es ruhig angehen lassen. Du kannst dich irgendwo unter eine Palme setzen und den Blick aufs Meer geniessen", schlug der Geschäftsmann vor.

Der Fischer lachte lauthals. "Und was tue ich jetzt..?"

 

 

 

(Quelle:

Buch von Han Shan, Achtsamkeit, die höchste Form des Selbstmanagements)


Achtsamkeit...

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Sein...

 

 

Die Welt ist laut und schnell geworden. Alles muss schnell gehen, die nächsten Ziele erreicht und die Anforderungen erfüllt werden.

Manch einer Seele wird alles zu viel, und ist dieses Tempo und der Druck zu hoch.

 

Wo bleibt die Zeit für Ruhe, Stille, Entspannung? Wollen wir wirklich immer nur duch die Welt hetzen, unseren eigenen Erwartungen und denen von andern entsprechen? Ist das das Leben das wir uns wünschen?

 

Halten wir einmal inne. Lassen wir uns einmal ein auf die Stille, den Raum der entsteht, wenn alles ruht, wir allein in uns hinein spüren….

Stellen wir uns einmal die Frage, wer bin ich wirklich? Was tut mir gut? Was bereitet mir Freude, was macht mich glücklich? Was wünsche ich mir?Bin ich zufrieden? …

Was hören wir da, in diesem Raum? Ertragen wir die Stille überhaubt allein mit uns selbst?

 

Geht es nicht um das, was wir wirklich in uns fühlen? Leben wir das, was wir spüren wenn wir in uns zuhören?

 

Das was wir in der Stille zu hören vermögen ist nichts anderes als unser Urkern, unser Innerstes, unsere Seele. Ihr geht es nicht darum, von uns gemachte, vorgeschriebene Ziele zu erreichen, sondern uns selbst zu leben. Zu SEIN wie wir gedacht sind. 

Unsere Wünsche und Träume stecken tief verankert in uns, doch um sie wahrzunehmen braucht es die Stille. Sie warten nur darauf, dass wir aus uns heraus etwas schöpfen und erschaffen. Die Seele spricht dann zu uns, wenn wir ihr zuhören. Alles was uns Freude bereitet, was uns tief im Herzen berührt, glücklich macht ist das, was unsere Seele möchte. Es geht darum, den göttlichen Plan zu leben, das was unsere wahre Bestimmung für dieses Leben ist. Und das ist immer erkennbar an dem Mass wie sehr ich es liebe zu tun, es tiefe Freude bereitet und sich einfach gut anfühlt.-

 

Steigen wir ab und zu einfach mal aus, aus diesem schnell drehenden Rad, gönnen wir uns und unserer Seele einen Moment um zu lauschen…..-

 

 

Der kosmische, der göttliche Plan wirkt von innen nach aussen. Er will gelebt werden und wird uns drängen ihn zu leben, indem wir immer wieder aufgefordert werden, hinzuhören, in uns zu gehen, einfach mal zu SEIN, und nicht zu TUN….

 

c.o.


Das Gehirn eines Buddha...

Entspannung und Meditation

 

Das parasympathische Nervensystem (PNS) aktivieren

 

Ihr Körper besitzt zahlreiche wichtige Systeme, darunter das endokrine (hormonelle) System, das Herz-Kreislaufsystem, das Immunsystem, das Magen-Darm-System und das Nervensystem. Wenn sie die Körper-Geist-Verbindung nutzen möchten, um Stress zu senken, die Feuer zu kühlen und ihre langfristige Gesundheit zu verbessern, welches ist dann der optimale Eintrittsort in all diese Systeme? Es ist das autonome Nervensystem (ANS).

Dies liegt daran, dass das ANS- dass ein Teil des grösseren Nervensystems ist- mit jedem anderen System verknüpft ist und die Regulation eines jeden anderen Systems unterstützt. Und geistige Aktivität hat einen grösseren direkten Einfluss auf das ANS als auf jedes andere Körpersystem. Wenn sie den parasympathischen Zweig des ANS stimulieren, breiten sich beruhigende, wohltuende und heilende Wellen in ihrem Körper, Gehirn und Geist aus. 

 

Entspannung

 

Beim Entspannen wird der Schaltkreis des parasympathischen Systems in Anspruch genommen und dadurch gestärkt. Das Entspannen beruhigt auch das sympathische Nervensystem-das Kampf-oder-Fluchtsystem-, da entspannte Muskeln Feedback an die Alarmzentren des Gehirns senden, dass alles gut ist. Wenn man sehr entspannt ist, kann man sich nur schwerlich gestresst oder aus der Fassung gebracht fühlen. Die Entspannungsreaktion kann sogar Veränderungen im Hinblick darauf bewirken, wie ihre Gene exprimiert werden, und damit durch chronischen Stress ausgelösten Zellschaden reduzieren.

Den Nutzen der Entspannung können sie nicht nur dadurch ernten, dass sie sie in bestimmten nervenaufreibenden Situationen auslösen, sondern auch dadurch, dass sie ihren Körper "offline" darin schulen, automatisch zu entspannen; die folgenden Methoden können  für beide Zwecke genutzt werden.

Hier als Erstes vier schnelle Mittel:

 

-Entspannen sie die Zunge, ihre Augen und ihre Kiefermuskeln.

 

-Fühlen sie, wie  Spannung aus ihrem Körper hinausfliesst und in die Erde sinkt.

 

-Lassen sie warmes Wasser über ihre Hände laufen.

 

- Suchen sie ihren Körper nach Regionen ab, die angespannt sind, und entspannen sie diese.

 

Meditation

 

Meditation aktiviert das PNS auf vielerlei Wegen. Zu diesen gehören : das Abwenden der Aufmerksamkeit von aufreibenden Angelegenheiten, das Entspannen und das Lenken des Gewahrseins nach innen in den Körper hinein. Dadurch, dass sie das PNS und andere Teile des Nervensystems stimuliert , bewirkt regelmässige Meditation Folgendes :

 

- Sie vermehrt die graue Substanz in der Insula, im Hyppocampus und im präfrontalen Kontex, vermindert die altersbedingte kortikale Verdünnung in präfrontalen Regionen, die durch die Meditation gestärkt werden, und verbessert mit diesen Regionen in Verbindung stehende psychologische Funktionen, darunter Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Empathie.

 

- Sie steigert die Aktivierung linker frontaler Regionen, was die Stimmung hebt.

 

- Sie erhöht die Stärke und Reichweite schneller Gamma-Gehirnwellen bei erfahrenen Praktizierenden; Gehirnwellen sind die schwachen, aber messbaren elektrischen Wellen, die von einer grossen Zahl von Neuronen produziert werden, die rhytmisch gemeinsam feuern.

 

- Sie verringert den Spiegel des Stresshormons Cortisol

 

- Sie stärkt das Immunsystem

 

- Sie hilft bei einer Vielzahl von medizinischen Leiden, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Typ-2- Diabetes, PMS und chronischen Schmerzen

 

- Sie hilft bei zahlreichen psychischen Leiden, darunter Schlaflosigkeit, Angst, Phobien und Essstörungen

 

Es gibt viele kontemplative Traditionen und viele Arten, zu meditieren. Der Schlüssel zum Ernten des Lohns der Meditation liegt darin, eine regelmässige, tägliche Praxis zu etablieren, egal wie kurz. Wie wäre es damit, die persönliche Verpflichtung einzugehen, nie schlafen zu gehen, ohne am selben Tag meditiert zu haben, und sei es nur für eine Minute..?

 

 

(Quelle: Buch, das Gehirn eines Buddha, von Rick Hanson)

 

 

 

 

 


Entspannung mit Frequenzen...


Das Feld des reinen Potentials

Das erste geistige Gesetz des Erfolgs ist das Gesetz des reinen Potentials. Dieses Gesetz beruht auf der Tatsache, dass wir in unserem essentiellen, grundsätzlichen Zustand reines Bewusstsein sind. Reines Bewusstsein ist reines Potential; es ist das Feld aller Möglichkeiten und der unendlichen Kreativität. Reines Bewusstsein ist unsere spirituelle Essenz.

 

Wie nun können wir das Gesetz des reinen Potetials, das Feld aller Möglichkeiten, auf unser Leben anwenden?

Wenn man die Vorteile des Feldes des reinen Potentials geniessen möchte, wenn man die Kreativität, die im reinen Bewusstsein liegt, voll nutzen will, muss man Zugang dazu gewinnen. Eine Möglichkeit, Zufgang zu diesem Feld zu gewinnen, stellt entweder die tägliche Praxis des Schweigens dar, aber auch Meditation und Vorurteilslosigkeit. Beim Aufenthalt in der Natur gewinnt man ebenfalls Zugang zu den Eigenschaften des reinen Potentials- unendliche Kreativität, Freiheit und Glückseligkeit.

 

Schweigen bedeutet, sich zu verpflichten, sich täglich eine bestimmte Zeitspanne zu gönnen, um einfach nur zu sein. Die Stille erleben bedeutet, sich vorübergehend von der Aktivität des Redens zurückzuziehen. Es bedeutet, auch den vorübergehenden Rückzug von Aktivitäten wie Fernsehen, Radiohören oder lesen. Wenn man sich nie die Gelegenheit gönnt, Schweigen zu erleben, herrscht Aufruhr im inneren Dialog. Man sollte sich hin und wieder die Zeit nehmen, um die Stille zu erfahren. Man kann sich auch einfach verpflichten, jeden Tag eine gewisse Zeit Schweigen zu bewahren. Das könnte zwei Stunden dauern; wenn es zu viel erscheint, vielleicht eine Stunde. Und hin und wieder sollte man sich eine ausgedehntere Schweigephase gönnen, wie etwa einen vollen Tag, zwei Tage oder eine ganze Woche.

 

Was geschieht nun bei dieser Stille-Erfahrung? Anfangs wird der innere Dialog noch turbulenter. Man spürt den intensiven Drang etwas zu sagen. Ich kenne Menschen, die am ersten Tag fast verrückt werden, wenn sie sich auf eine ausgedehntere Schweigephase eingelassen haben. Sie überkommt ein Gefühl von Dringlichkeit und Angst. Aber wenn sie bei ihrer Verpflichtung bleiben, beruhigt sich der innere Dialog allmählich, und bald wird die Stille sehr profund. Denn nach einer Weile gibt der Verstand auf. Er erkennt, dass es keinen Sinn hat, sich weiter im Kreis zu drehen,wenn das Du- das Selbst, der Geist, der Entscheidungsträger- nicht sprechen will. Punktum. Und wenn sich der innere Dialog beruhigt, erlebt man die Stille des Feldes des reinen Potentials.

Die regelmässige Ausübung von Schweigen, gerade wie es einem recht ist, stellt einen Weg dar, das gesetz des reinen Potentials zu erleben. Ein anderer Weg ist, jeden Tag Meditation zu betreiben. Idealerweise sollte man morgens und abends je dreissig Minuten meditieren. Durch die Meditation lernt man, das Feld des reinen Schweigens und des reinen Bewusstseins zu erfahren. In diesem Feld des reinen Schweigens liegt auch das Feld der unendlichen Korrelation, das Feld der grenzenlosen Wirkungskraft, der letztendliche Boden aller Kreativität, in dem alles unauflöslich mit allem anderen verbunden ist.

 

Deepak Chopra, aus "Die sieben geistigen Gesetze des Erfolgs".


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The Warriors Prayer

 

 

I am what I am

 

In having faith in the beauty within me

 

I develop trust

In softness I have strength

 

In silence I walk with the Gods

 

In peace I understand myself and the world

 

In conflict I walk away

 

In detachment I am free

 

In respecting all living things

I respect myself

 

In dedication I honour the courage within me

 

In eternity I have compassion

For the nature of all things

 

In love I unconditionally accept

The evolution of others

 

In freedom I have power

In my individuality I express

The God Force within me

 

In service I give

of what I have become

 

I am what I am

Eternal, Immortal, Universal and Infinite

 

 

And so be it


Räuchern...

Räuchern ist ein uralter Brauch, der in vielen Religionen und Kulturen seinen festen Platz hat bis heute.

 

Die Gründe oder Absichten des Räucherns sind vielfältig, haben jedoch immer mit Reinigung, Neubeginn oder Abschied, und Schutz zu tun.

Man erhofft sich durch den Rauch von Wurzeln, Hölzer, Kräuter und Harzen, eine der Wirkungen. Die ausgesuchten Pflanzen und anderes Räucherwerk, gelangen über den Rauch in die Schwingung des Energiefeldes, und entfalten dort ihre Wirkung. Die verströmenden Düfte sind ätherische Öle aus den Pflanzen, und können holzig, harzig, blumig, herb, oder süss und schwer duften. 

 

Räuchern eignet sich auch sehr gut, um zur Ruhe zu kommen. Ein Räucherritual, oder einfach eine Räucherung draussen können helfen, in den Moment, ins Jetzt zu kommen. Sich zu entspannen.

Einfach dazitzen, den Rauch beobachten, die Düfte riechen.

Oder man entscheidet sich bewusst für ein Thema das einem am Herzen liegt, für eine Absicht. Die Inition dahinter, kann auch helfen zb. loszulassen.

 

Es gibt ein riesen Angebot an Räucherwerk und Zubehör zu kaufen, und mitlerweile bekommt man es fast überall.Es gibt für jeden Geschmack etwas.

 

Schön finde ich auch immer, wenn man Zutaten verräuchert, die in unserer Umgebung wachsen. Die Schwingung diese Pflanzen kann besonders wohltuend und kraftvoll sein.

 

Das kann man selbst leicht machen. Entweder man besorgt sich im Frühling die dementsprechenden Samen oder Pflanzen die man möchte, oder man sucht sie in der freien Natur. Die Pflanzenteile oder Harze und Hölzer werden dann im Sommer geerntet, und an einem trockenen, warmen Ort getrocknet. Um sie zu verräuchern muss man sie nur noch zerkleinern, so dass sie gut auf die Kohle passen.

 

Es eignen sich:

 

- Lavendel

- Rosenblätter

- Rosmarin

- Salbei

- Thymian

- Pfefferminze

- Fichtenharz

- Torf

- ...

 

...oder einfach mal experimentieren..!😉

 

Man braucht dazu:

 

-ein feuerfestes Gefäss (achtung wird ev. heiss.!)

 

-Sand

-Räucherkohle

 

Die Kohle wird mit einem Feuerzeug entzündet.Und sofort in den Sand  in dem feuerfesten Gefäss gelegt. ( Sand sollte mindestens  5 cm tief sein) Das dauert einige Minuten und wirft ganz kleine Funken (vorsicht )bis die ganze Kohle glüht. Wenn es aufhört Funken zu schlagen ist sie bereit. Dann kann man das Räucherwerk auf die glühende Kohle legen. Nich zu viel auf einmal, nur so, dass das bereits darauf liegende erst verbrennt, und dann nachlegen. Das kann man ganz nach Gefühl tun, und wird schnell merken wie es am besten geht und duftet...

 

VIEL VERGNÜGEN..!

 

(Die kleinen Kohletablets glühen ca. 1 Stunde. Vorsicht sie sind danach noch einige Zeit heiss und sollten daher nicht unbeaufsichtigt irgendwo stehen.  Das Gefäss sollte aus Metal, Glas oder Keramik sein, und kann trotzdem heiss werden.)

 

 c.o.



Die Idee vom Leben

Zeit zu haben, die Zeit vergessen zu können

 

Zeit zu haben, zu sehen und zu erkennen

 

Zeit zu haben, zu hören und zu erfühlen

 

Zeit zu haben, zu weinen und zu lachen

 

Zeit zu haben, achtsam zu lieben

 

Zeit zu haben,glücklich zu sein

 

Richhard Erlewein


Achtsamkeit...

Was ist Achtsamkeit?

 

Achtsamkeit kann als klares und nicht-wertendes Gewahrsein dessen bezeichnet werden, was in jedem Augenblick geschieht. Sie ermöglicht uns, Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle und alle anderen Wahrnehmungen, ob angenehm, unangenehm oder neutral, zu erfahren und so zu akzeptieren, wie sie sind – das Leben also tatsächlich zu erleben, wie es sich von Augenblick zu Augenblick entfaltet.

Stress im Alltag und Herausforderungen durch Krankheit, Verlust oder andere schmerzhafte Erfahrungen sind ein unvermeidbarer Teil unseres Lebens. Die Praxis der Achtsamkeit befähigt uns, auch in solchen Lebensumständen innere Ruhe, Akzeptanz und Klarheit zu finden. Durch eine offene und annehmende Orientierung an der direkten Erfahrung des Augenblicks gewinnen wir ein tieferes Verständnis für uns selbst. Wir lernen, die Funktionsweise des Geistes und damit auch unsere gewohnheitsmässigen Reaktionsweisen zu erkennen. Dadurch führt Achtsamkeit zu einer umfassenderen Sichtweise, die uns neue, sinnvolle und oft kreative Handlungsmöglichkeiten eröffnen kann. Die Schulung der Achtsamkeit ist deshalb ein einfaches, konkretes und äusserst wirksames Mittel, um Stress abzubauen und Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Sie ist auch deshalb von unschätzbarem Wert, weil sie uns die Kostbarkeit und Einzigartigkeit des gegenwärtigen Augenblicks bewusst werden lässt, unabhängig davon, ob wir gerade eine schöne und angenehme oder eine schwierige Erfahrung machen. Sie erlaubt uns, mit grösserer Intensität und Freude zu leben und bringt uns in tiefen Kontakt mit unseren inneren Kräften, die es uns ermöglichen zu erkennen, zu lernen, zu wachsen und zu gesunden.

 

 

Oder mit den Worten von Jon Kabat-Zinn:

 

Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen. Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren.

Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern …

Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen.

 

 

Quelle: http://www.mbsr-verband.ch

 

 

 

 

Besser mit schwierigen Emotionen umgehen

 

Die geistige Ruhe und Klarheit, die durch das Praktizieren von Achtsamkeit entsteht, hat eine große Bedeutung, wenn es darum geht, mit schwierigen Gefühlen umzugehen, die häufig im Zusammenhang mit dem Broterwerb stehen: Stress, Frustration, Angst, Sorge, Niedergeschlagenheit und Wut.

Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass die Achtsamkeitspraxis eine hervorragende Burnoutprophylaxe darstellt, weil die dafür sorgt, Übererregung im Körper schneller abzubauen beziehungsweise sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Angst zum Beispiel, ein häufiges Phänomen im Zusammenhang mit Arbeit, hängt damit zusammen, wo und wie Informationen in unserem Gehirn verarbeitet werden. Auch wenn diese Prozesse weitgehend unbewusst und automatisch ablaufen, können sie von außen beeinflusst werden. Wer Achtsamkeit übt, stellt nach einiger Zeit fest, dass er Einfluss auf die Art und die Inhalte seines Denkens nehmen kann. Und da unsere Emotionen in engem Zusammenhang mit unserem Denken stehen, werden sie auf diesem Wege ebenfalls positiv beeinflusst.

Neurowissenschaftler haben ebenfalls herausgefunden, dass unser Geist die Gehirnstrukturen formt, denn unser Gehirn ist neuroplastisch. Das heißt: so lange wir leben, ist es veränderbar. Mit speziellen Achtsamkeitsübungen werden bestimmte Bereiche des Gehirns wie Muskeln regelrecht trainiert – zum Beispiel der Bereich, der dafür zuständig ist, dass wir uns glücklich fühlen. Je mehr Bewusstsein wir über das erlangen, was in uns vorgeht, desto gezielter können wir auf diese Prozesse Einfluss nehmen. Verbessern wir die Qualität unseres Denkens, Fühlens und Handelns, verbessern wir damit die Qualität unseres Lebens.

 

 

 

Quelle: https://dfme-achtsamkeit.de

Achtsamkeits-Übungen

Gehen:

 

Beim Treppensteigen z.B., genau auf die Füsse und auf das Gehen konzentrieren, wahrnehmen des Kontakts der Füsse auf dem Boden. Jede Treppenstufe bewusst wahrnehmen.

(Tipp: einmal barfuss gehen…)

 

Atem :

 

Konzentration und wahrnehmen des eigenen Atems. Einige Minuten bewusstes Ein- und Ausatmen. In den Bauch atmen.

Wahrnehmen des Atems durch die Nase, den Mund.

 

Hören :

 

Welche Geräusche sind im Moment zu hören? Differenziertes Wahrnehmen der verschiedenen Geräusche, oder bewusstes Zuhören eines bestimmten Geräuschs. Z.B. Wind in den Bäumen, Wasserfall, Vögel…

Oder Stille wahrnehmen.

 

Zuschauen / Sehen :

 

Tieren zusehen, z.B. Vögel, Katzen, Wildtieren. Oder einem Bach oder Fluss, Blätter und Gräser im Wind...

Genaues betrachten von etwas bestimmten z.B. einer Blume, bewusstes Wahrnehmen von Farben, Formen, Mustern…

(Tipp: man kann auch noch das Riechen dazu nehmen…)

 

In sich hinein fühlen :

 

Was denke ich gerade? Was fühle ich ?

(Beobachter Position einnehmen)

 

Körperbewusstsein :

 

In den eigenen Körper hinein spüren. Konzentration auf die Füsse, Beine, Bauch, Hände, Nacken…

(Bodyscan)

 

 

Essen :

 

Beim Essen nur auf das Essen konzentrieren. Bewusstes Wahrnehmen des Geschmackes, Konsistenz…

(wenn ich esse, esse ich…/ nichts anderes daneben tun)

 

Pausen :

 

Im Alltag kleine, bewusste Pausen einschalten. Innerlich Stop sagen, und vlt. tief ein- und ausatmen, oder einfach dasitzen oder stehen und sich auf den Moment einlassen, nur ein paar Minuten...schweigen…

 

Bekanntes neu erleben :

 

Bei den alltäglichen Dingen und Verrichtungen einmal bewusst wahrnehmen oder sie konzentriert ausführen. Z.B. Zähneputzen, was hat die Zahnbürste für eine Farbe, die Zahnpaste? Beim Händewaschen auf die Seife achten, den Duft…

Den Arbeitsweg genau betrachten, das Einkaufen bewusst erleben und wahrnehmen. Beim Duschen, Kochen, Putzen... immer bewusst und konzentriert, und mit Fokus auf das was ich gerade tue.

 

 

 

Viele von diesen Übungen kann man übrigens sehr gut und einfach im Alltag integrieren. Z.B. wenn man warten muss, an der Kasse in einem Geschäft, am Bahnhof, im Auto vor einer Ampel oder im Stau…

 

 

 

c.o.


Eckhard Tolle, Stille spricht...


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Mach mehr von dem, was Freude macht..!

Wie würde eine Welt aussehen, in der wir alle in unserer höchsten Freude erschaffen, statt uns für Geld zu versklaven? Welche hinderlichen Programmierungen stehen dem im Weg? Der selbsternannte Aufwachmediziner Stefan Hiene erzählt in diesem Interview Julia Schneider, wie das simple Motto „Mach mehr von dem, was dir Freude macht“ sein Leben verändert hat – und über das Genie in jedem von uns.

Stefan, in deiner Aufwachmedizin sprichst du oft von Programmierungen. Was genau verstehst du darunter? 

Das ist fast alles. Alles, was wir denken und was wir derzeit auf dieser Welt leben, ist programmiert. Da ist nichts oder wenig dabei, wo Menschen in ihrer natürlichen Fülle oder einfach in ihrem natürlichen Sein sind.

Eine Programmierung, die ich bei den meisten Menschen beobachten kann, ist eine Trennlinie, die wirklich pervers ist. Wenn man die erkennt – und ich meine damit, wirklich versteht, was man da tut – dann versteht man und merkt man, wie sehr man sich selbst vergewaltigt. Wir ziehen nämlich die Trennlinie: Bringt es Geld oder bringt es kein Geld?

Das ist das Absurdeste und Grauenvollste, was wir uns selbst antun können, weil wir damit die für uns als Menschen entscheidende Frage komplett ignorieren, und die heißt: Macht es mir Spaß oder macht es mir keinen Spaß?

Das ist unser inneres Navigationssystem: Wenn ich weiß, was mir Spaß macht und was mir keinen Spaß macht, dann fällt es mir relativ leicht, durch das Leben zu navigieren. Sobald ich aber diese Trennlinie einführe, bin ich sowas von auf dem falschen Dampfer. Und ich meine, schauen wir uns einfach mal um: Wer ist frei davon? Meiner Beobachtung nach sind es sehr wenige.

Was passiert, wenn wir immer mehr dem Gefühl der Freude folgen, anstatt auf das Geld zu schauen? Finden wir dann so etwas wie unsere Berufung oder Bestimmung?

Was ich aus eigener Erfahrung berichten kann, ist, dass das nicht gleich bleibt. Wir denken zum Beispiel: Ich will Künstler sein, ich will Bilder malen. Dann fängst du an, Bilder zu malen, und machst immer mehr davon. Du denkst dann, das sollte mein Beruf sein und ich sollte Geld damit verdienen. Das ist wieder die nächste Falle, denn es kann sein, dass du das einfach nur machen musstest, um zu üben, wie es denn ist, wenn du etwas machst, das dir Spaß macht.

Das kann sich dann transformieren in das, was du tatsächlich machen willst und wozu du hierher gekommen bist. Das kannst du aber vorher nicht wissen, weil du von deiner Freude so weit entfernt bist, dass du gar nicht mehr weißt, was Freude ist, während man etwas macht. Du kennst nur dieses Sklaven-Dasein und die Prostitution für den Arbeitgeber. Oder auch als Selbstständiger für irgendwelche Auftraggeber, was im Prinzip das Gleiche ist.

Dieses „mehr von dem machen, was dir Freude macht“ ist vor allem ein Test, ein schrittweises Ankommen oder schrittweises Tun, damit du überhaupt erstmal wieder erlebst: Okay, das ist ja krass, also das geht wirklich. Und dann kommt die Veränderung in dein Leben auf eine Art und Weise, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen nicht vorstellen kannst. Allerdings muss du es bedingungslos machen. Solange du das bedingt machst und sagst: Ja, ich mache das, was mir Freude macht, aber nur, um damit auch Geld zu verdienen oder damit es gefeiert wird. Das hat keinen Wert, das bringt dich nicht weiter. Das ist nur der gleiche Stress wie vorher unter einem anderen Deckmantel.

Was hast du gemacht, um mehr deiner Freude zu folgen?

Das war mehr Radsport. Ich bin Rad gefahren wie ein Verrückter. Ich habe mich mit 37 entschieden, nochmal Radprofi zu sein. Das Schöne daran war, dass ich das einfach für mich gesagt habe und dass es egal war, was die anderen behauptet haben. Es gab auch welche, die mich dafür ausgelacht haben, die mich der Lächerlichkeit preisgegeben haben, nach dem Motto: Was willst denn du, du bist in keinem Profi-Team und du fährst auch nicht so gut, dass du dich Profi nennen kannst. Aber das haben die nicht verstanden: Ich habe das einfach nur für mich getan. Denn der entscheidende Punkt – das verstehen nur wenige Menschen – ist, dass du alles, was du tust, nicht für das Ziel tust.

Wenn du zum Beispiel sagst, ich will Radprofi oder Weltmeister sein, dann sind 99,9 Prozent davon nicht viel Geld, Ruhm, Ehre und Podiumsplatzierungen, sondern 99,9 Prozent davon ist einfach scheiß-hartes Training. Das ist die Realität. Und wenn du daran keinen Spaß hast, bringt es dir gar nichts, wenn du Weltmeister wirst. Ich sage nicht, dass es nicht möglich ist. Du kannst einfach hart dir selbst gegenüber sein und Weltmeister werden. Nur wirst du dann erkennen, dass dir das nichts gebracht hat. Du wirst weiter streben, und dann willst du Doppel- und Dreifach-Weltmeister werden. Das bringt dich nirgends hin.

Du merkst gar nicht, dass du dein Leben verpasst, weil du währenddessen, während des Trainings, gar keinen richtigen Spaß hast. Das ist die wichtigste Erkenntnis: Du machst es für das Gefühl, das du währenddessen hast. Wenn dein Gefühl währenddessen nicht gut ist, dann kannst du das Ziel auch in die Tonne treten, denn das hat gar keinen Wert.

Wie schaffen wir es, unserer Freude zu folgen und aus hinderlichen Programmierungen auszusteigen?

Es gibt zwei Schritte. Der erste und wichtigste Schritt für mich ist, den Widerstand aufzugeben zu dem, wie es jetzt gerade ist.

Die meisten Menschen versuchen, ihrer Freude zu folgen im Widerstand zu dem, wie es jetzt ist. Das ist fatal, das funktioniert allein schwingungsmäßig nicht. Du musst zuerst in Frieden kommen mit dem, wie es jetzt ist und wie du jetzt gerade bist. Wenn du damit nicht im Frieden sein kannst, wirst du immer vor dir davonlaufen. Dann wirst du immer sagen: Da gibt es noch irgendwo eine bessere Version von mir, und die muss ich erst finden. Du bist die aber schon. Das ist alles schon in dir. Das ist nichts Neues. Das ist nichts, wo du erstmal herausfinden müsstest, wer du bist.

Solange du im Widerstand zu deiner derzeitigen Situation bist, hast du die besten Chancen, dein ganzes Leben irgendeiner Karotte hinterherzulaufen. Du wirst immer denken, jetzt brauche ich noch Geld, jetzt brauche ich noch das, dann werde ich glücklich sein. Nein, so wird es nicht passieren.

Der zweite Punkt ist dann: Mach mehr von dem, was dir Freude macht. Und zwar schrittweise, mache es nicht von jetzt auf gleich. Die meisten Menschen sagen: Ah, ich habe verstanden, was der Stefan sagt, und dann mach ich also von heute auf morgen sofort nur noch das, was mir Freude macht. Dann kommt aber gleich der innere Kritiker und sagt: Das geht aber nicht, du musst ja noch arbeiten gehen, du musst noch jenes machen. Ja klar, weil du gleich den Sprung über den Grand Canyon versuchst, bevor du erstmal zwei Meter gesprungen bist.

Du musst erstmal üben, was es denn überhaupt bedeutet, in der Freude zu sein. Wie fühlt sich das an? Wo fühlst du das? Wo fühlst du das im Körper und bei welchen Tätigkeiten fühlst du das? Und was ist es denn, was dich kickt? Glaubst du wirklich, dass es das Geld ist, oder ist es das, was du machst und während du dich auf eine bestimmt Art und Weise bewegst, singst, malst oder was auch immer machst.

Was das genau ist, kann dir keiner sagen. Das ist in dir. Da kann dir auch kein schlauer Coach sagen, mach mehr Sport oder so etwas. Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Das ist das Einzige, was es an Weg zu gehen gilt. Es gibt nicht diesen leidvollen Weg, sondern das ist einfach nur der Weg, hey, lass es uns mal herausfinden. Wie ist es jetzt gerade? Bin ich damit im Widerstand? Okay, brauch ich nicht sein, denn ich lebe ja noch. Solange ich lebe, ist alles in Ordnung. Dann kann ich schauen, wie mache ich mehr von dem, was mir Spaß macht. Aber eben schrittweise. Für die meisten ist das erstmal ein Herumstochern im Nebel.

Es ist also eher ein längerer Prozess als etwas, das wir sofort umsetzen könnten?

Für mich war und ist es immer noch ein langer Prozess. Wir machen in dem Bereich etwas sehr Lustiges, nämlich das Gleiche wie in allen anderen Bereichen auch: Wir stressen uns wieder. Und das ist mit Sicherheit der Weg, wie es nicht funktioniert, weil Stress auch eine Programmierung ist. Für Kinder in ihrem natürlichen Zustand gibt es keinen Stress. Für Kinder gibt es bestimmte Gefühle, Zustände und Situationen, aber es gibt keinen Stress nach dem Motto: Oh, bis morgen muss ich die Sandburg fertig gebaut haben, sonst passiert irgendetwas Schlimmes.

Die meisten denken: Ich würde ja meiner Freude folgen, wenn… Also: Wenn ich genügend Geld dafür hätte, wenn mein Partner das unterstützen würde, wenn ich nicht in Deutschland, sondern auf irgendeiner Insel leben würde und so weiter.

Wir denken immer, wir brauchen erst noch etwas, um irgendetwas tun zu können, und das ist die absolut krasseste Falle, die wir uns selbst stellen. Das ist nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass du mit den Mitteln beginnen kannst, die jetzt gerade hier sind. Das ist immer möglich, und wenn du behauptest, das ist nicht möglich, wirst du erstaunt sein, was deine Kreativität realisieren kann. Das bedeutet natürlich auch, Kompromisse zu machen. Ja klar, wenn ich kein tolles Fahrrad habe, fahre ich mit einem klapprigen Fahrrad. Wenn ich gar kein Fahrrad habe, laufe ich. Wenn ich keine Schuhe habe, laufe ich barfuß. Es geht. Kein Mensch hier in Deutschland kann behaupten, es fehlt ihm irgendetwas, um zu beginnen.

Mal ehrlich: Eine Welt, in der jeder nur noch in seiner höchsten Freude erschafft, kann das wirklich funktionieren?

(lacht:) Ja klar, stell dir mal eine Welt vor, in der jeder nur das macht, was ihm Spaß macht. Ich glaube nicht, dass wir dann alle nur noch in der Hängematte liegen. Denn wir Menschen sind Wesen, die gerne tätig sind. Wir tun gern etwas. Manche Leuten wenden ein: Ja, aber dann gibt es keine Müllfahrer mehr. Ja, dann wird das entweder von Maschinen erledigt, weil es Leute gibt, die lieber Roboter programmieren als Müllfahrer zu sein. Oder es wird so sein, dass es doch Müllmänner gibt, die das in ihrer höchsten Freude tun. Und die gibt es, die kenne ich sogar persönlich. Der Witz ist nur, dass es sich die meisten Menschen für sich selbst nicht vorstellen können. Nur weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es eine Putzfrau gibt, die mit Freude putzt, denke ich sofort, dann macht das keiner mehr. Das stimmt nicht. Es würde aber auch noch ein zweiter Effekt dazu kommen: Ich müsste der Putzfrau endlich das Geld geben, das sie verdient.

Wie würde eine solche Welt denn deiner Meinung nach aussehen?

Das ist so eine grundlegend andere Welt und so eine grundlegend andere Sichtweise auf die Welt, das können wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausmalen. Unsere Genies würden viel stärker zum Vorschein kommen. Denn in jedem von uns steckt ein Genie. Und zwar nicht im Sinn von etwas, das noch entwickelt werden muss, sondern etwas, das schon da ist. Es wurde nur verdrängt.

Es geht nicht darum zu träumen, wie Einstein zu sein. Nein, Einstein gab es schon. Du bist du. Und du trägst ein anderes Genie in dir. Was das ist, kannst nur du herausfinden. Du musst es ausgraben, weil du es auch verschüttet hast, zugunsten deiner primären Bezugspersonen.

Ganz ehrlich, ich kann es mir nicht vorstellen, wie diese Welt aussehen würde. Aber wir hätten garantiert mehr Spaß im Leben, das kann ich sicher sagen. Vor allem würden wir uns gegenseitig extrem feiern, weil wir die Schönheit erkennen könnten, weil wir einfach sehen könnten, wie besonders jeder Einzelne ist.

 

Quelle: https://www.sein.de/interview-mit-aufwachmediziner-stefan-hiene-mach-mehr-von-dem-was-dir-freude-macht/