Achtsamkeit und Dankbarkeit

Wenn wir Dankbarkeit in unserem Alltag, in unserem Leben integrieren, kann sich eine ganz neue Welt für uns auf tun.

Achten wir einmal darauf, wie wir uns verhalten, wenn wir Dankbarkeit „bekommen“. Wie schnell ist gesagt, „das ist doch nicht nötig“, das wäre doch „nicht der Rede wert“, fast schon automatisch antworten wir so. Oder wie drücken wir Dankbarkeit anderen gegenüber aus, beobachten wir einmal, wie es sich anfühlt, Dankbarkeit zu zeigen. Achtsames wahrnehmen bezüglich geben und nehmen von Dankbarkeit sind gute Gelegenheiten, das Fühlen zu verbessern, dann wenn es stattfindet.

Oft ist unsere Aufmerksamkeit auch darauf fokusiert, was im Leben gerade nicht gut läuft, auf das Leid, das uns in unserem Leben begegnet, auf das was schief läuft, und uns auf den Mangel ausrichtet. Wenn dies unbewusst abläuft, kann dies zu einer ungesunden Haltung werden. Die Wahrnehmung wird reduziert, und das schränkt ein, unser Denken und auch unsere positiven Gefühle. Leider lernt dann unser Gehirn, sich genau darin zu bewegen, und es wird immer schwerer. Die Leichtigkeit geht verloren, und wir können uns nicht mehr richtig erfreuen, sehen nur noch alles schwarz. Wenn es uns aber gelingt, unsere Achtsamkeit darauf zu lenken, erkennen wir unser Mangeldenken, und können ihm so begegnen, indem wir unseren Fokus auf das richten, was gut ist. 

Manchmal verfallen wir dem Irrglauben, alles wäre besser wenn wir doch dies und das noch hätten…, wenn wir das erreichten…wenn ich das noch besitzen würde wäre ich glücklich…

Dabei vergessen wir vielleicht, das ein Wunsch den nächsten ablöst, und wir nur kurzfristig zufrieden sein werden. Schon bald wollen wir etwas anderes, noch besseres, werden wieder unzufrieden.

Daraus resultiert auch eine gewisse Rastlosigkeit.

Diese „wenn-Bedingungen“ halten uns aber von wesentlichen Momenten ab, man ist ständig in der Zukunft, nicht im Jetzt, kann so auch nicht geniessen oder zufrieden sein, denn es sind ja noch so viele Dinge zu erreichen oder so viele Wünsche offen.

Wenn es gelingt all die Bedingungen, Begehren und Wünsche loszulassen, erlangen wir Zufriedenheit und Dankbarkeit und  leben dazu noch viel mehr den gegenwärtigen Moment…

 

„Sehe auf das was du hast, und nicht auf das was dir fehlt…“

 

©c.o.

 

Kraft der Dankbarkeit...

Dankbar kommst Du in Berührung mit Deiner Seele. Das Ego geht aus dem Weg und Du empfindest Liebe, Mitgefühl, Verständnis und Güte.

Je dankbarer Du bist, desto dankbarer wirst Du.

Wahre Dankbarkeit ist unabhängig von Situationen, Umständen, Menschen oder Erfahrungen. Einfach die Sterne anschauen zu können und das Wunder des Lebens zu schätzen, kann Glückseligkeit schenken.

Was sind all die wunderbaren Geschenke in Deinem Leben?

Inwiefern unterstützen Dich andere Menschen? Was ist das Wunder Deines Körpers oder kreativen Geistes? Über welche materiellen Annehmlichkeiten verfügst Du?

Wenn Du Dein Leben wirklich schätzt, verschwinden alle Gedanken von Mangel oder Begrenzung. Du denkst dann an das Gute, das Dich umgibt und alles, was Du erlebst, wird zum Geschenk.

Je dankbarer Du bist, desto mehr Wärme, Liebe und Mitgefühl empfindest Du für andere. Du erkennst, dass es einen göttlichen Plan für Deine Weiterentwicklung gibt und findest  in Deiner jetzigen Situation Frieden.

Siehe in jeder Situation den Silberstreifen und umarme jeden Augenblick Deines Lebens als eine Gelegenheit noch dankbarer zu werden.  Sei dankbar für alles, was Du hast und schätze alles in Deinem Leben.

Dankbarkeit ausdrücken schenkt Überfluss.

Dankbarkeit hat Anziehungskraft.

 

Deepak Chopra

 


Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;

Sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;

Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

 

Ich danke allen, die mich belogen haben;

Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;

Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;

Sie haben meinen Mut geweckt.

 

Ich danke allen, die mich verlassen haben;

Sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;

Sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben;

Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;

Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

 

Vor allem aber danke ich all jenen,

die mich lieben, so wie ich bin;

 

Sie geben mir die Kraft zum Leben!

 

( Paolo Coelho )