Achtsam Sein...

Herzlich willkommen auf meinem Blog rund ums Thema Achtsamkeit und bewusstes Leben. Hier gibt es Informationen, Impulse und Anleitungen/Übungen aus dem Achtsamkeitstraining. Vielleicht kann ich einen kleinen Ausgleich zum (ev.) stressigen Alltag bieten, andere Wege aufzeigen, eine andere Sichtweise, etwas Ruhe und Einkehr, oder eine kleine, stille Pause im Alltag...

  

 Was bedeutet Achtsamkeit..?

 

Achsamkeit heisst, das bewusste Wahrnehmen des Moments, ohne jegliche Bewertung oder Beurteilung. Das Gewahrsein des Jetzt. Sie ermöglicht uns, dem jeweils gegenwärtigen Moment in der bestmöglichen Weise zu begegnen. Aber auch im Kontakt mit sich selbst zu sein. Schlussendlich auch die Akzeptanz des Gegenwärtigen. Dazu gehört auch das Wahrnehmen des eigenen Körpers, durch bewusste Präsenz des momentanen Körpergefühls, der Körperempfindungen und Sinneswahrnehmung (sehen, riechen, hören, schmecken…) . Auch das Wahrnehmen der eigenen Gedanken und Gefühle. Wichtig dabei ist, nicht in  die Wertung zu gehen, sondern nur beobachten, wahrnehmen, und wieder loslassen, sich nicht darin verlieren.

 

Achtsamkeit/ Achtsamkeitstraining hilft bewusst zu leben und führt zu :

 

  • einer guten Selbstregulation
  • Stressminderung und Stressabbau/Entspannung
  • einem besseren Zugang zum eigenen Potential
  • besserer Konzentration und Fokussierung
  • einer bewussten Wahrnehmung von sich selbst und anderen
  • mehr Mitgefühl und Empathie für sich selbst und andere
  • einem engeren Kontakt zu sich selbst und den eigenen Bedürfnisen
  • bewussten Entscheidungen und setzen von Prioritäten und Selbstbestimmtheit
  • innerer Ruhe und mehr Gelassenheit und Ausgeglichenheit
  • mehr Belastbarkeit
  • besserer geistiger Gesundheit

 

Du kannst Achtsamkeit bei praktisch all deinem Tun, deines Tagesablaufs ausüben. Auch während du isst, arbeitest oder Haushaltsarbeiten durchführst. Indem du auf die Empfindungen achtest, die du in jedem Moment erlebst.

 

„Der Zustand der inneren Achtsamkeit ist eine andere Geistesverfassung, als das übliche Alltagsbewusstsein. Im Alltagsbewusstsein sind wir in einem Tun-Modus, der uns zu Aktivität, Anstrengung, Zielorientierung und kritischem Denken antreibt. Dieser Zustand ist nicht schlecht oder krankhaft. Er wird es erst, wenn es keine Abwechslung mit dem Sein-Modus gibt, in dem nichts geleistet, bewerkstelligt oder erreicht werden muss. Im Sein-Modus sind wir vollkommen in Ordnung, so wie wir gerade sind. Wir müssen nicht anders, besser oder erfolgreicher sein, sondern dürfen genauso sein, wie wir eben sind…“

 

Achtsamkeit ist keine Art von Religion, sondern eine (Geistes)-Haltung, eine Lebensphilosophie, ein Weg.

 

 

„Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen.

Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern…

Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen.“

 

Jon Kabat-Zinn

 

 

 

 Du findest mich auch auf Facebook. Meine öffentliche Seite "Achtsamkeits-Impulse":

 

https://www.facebook.com/Achtsamkeits-Impulse-445616142562513/

 

 

 

 


Neuster Beitrag :

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Achtsamkeit als Haltung im Alltag und im Leben

Achtsamkeit, ist kein starres Lehrsystem, dass uns vorschreibt, uns in jedem Moment in unserem Leben in einem meditativen Zustand zu befinden. Es ist auch nicht nur eine meditative Technik, fernab vom Alltag. Achtsam sein bedeutet, dass wir eine Haltung einnehmen, die es uns ermöglicht, den gegenwärtigen Moment zu erkennen. 

Die Achtsamkeitsmeditation ist letztlich eine Möglichkeit, diese Wahrnehmung des Gegenwartsmoments zu schulen, und zu trainieren, um so im Alltag besser darauf zurückgreifen zu können. 

Es bieten sich jedoch auch im alltäglichen Leben viele Situationen an, achtsam zu sein, ohne das wir zurückgezogen meditieren. Der bewusste und bezogene Kontakt mit anderen Menschen, oder Dingen die wir tun, kann zb. sehr sinnvoll sein. Eine offene Zuwendung im Austausch zu einem Menschen den wir mögen, Feinfühligkeit, der Kontakt zu Tieren, die Signale wahrnehmen, und interpretieren, das Spüren einer Verbindung, all das ist Achtsamkeits-Praxis. Viele Menschen sind sehr achtsam, ohne es so  zu nennen. Wenn ein Gärtner zum Beispiel mit voller Hingabe Pflanzen hegt und pflegt, wenn ein Musiker sich in seiner Musik total vergisst, ein Maler sein Bild in seinen Farben und Formen wiedergibt, kochen, ein Künstler der seine Wahrnehmung der Dinge in seiner Art gestaltet...

 

Alles was wir mit Hingabe tun, ist achtsames Tun.


Das „Rad der Achtsamkeit “ & Übung

 

 

 

Das Rad der Achtsamkeit besteht aus :

 

 - Der Aussenwelt  

 

 - Der Innenwelt

 

 - Reines Gewahrsein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Aussenwelt:

 

Darunter versteht man die fünf Sinne, sehen, hören, tasten/berühren, riechen, schmecken.

Sie vermitteln Informationen über die Aussenwelt.

 

 

Die Innenwelt:

 

Bezieht sich auf die körperliche Wahrnehmung, Informationen aus unserem Körper.

Dazu gehört  auch das Wahrtnehmen der psychischen Innenwelt wie Gedanken , Gefühle, Interpretationen, Bilder, Überzeugungen, Träume usw.. 

Die Fähigkeit, den Geist wahrzunehmen.

Dazu kommt der sogenannte 8. Sinn, der unseren Sinn für Beziehungen beschreibt, er zeigt uns, wie wir in Beziehung zu anderen Wesen stehen, unsere Verbundenheit mit anderen.

 

 

Reines Gewahrsein:

 

Damit ist der Hintergrund gemeint, auf dem alles erscheint. Ein Zustand, bei dem die Aufmerksamkeit grundsätzlich fokusiert und gerichtet auf etwas bestimmtes ist, oder aber ungerichtet, offen, wahllos.. Das heisst, das jede Erfahrung uneingeschränkt einbezogen wird.

(wird auch als „Panorama-Bewusstheit“ bezeichnet).

 

 

 

Achtsamkeits-Übung : (aus dem Achtsamkeits-Training) Wahrnehmen von Gefühlen, Fokusieren, Innenwelt.

 

„Einfach nur das…“ 

 

Wir verlieren uns im Alltag oft in Grübeleien, Gedanken und Vorstellungen. Oft über die Vergangenheit oder die Zukunft. Wir verzetteln uns in Nebensächlichkeiten, und verlieren so den Kontakt zum Jetzt. Das bringt uns aber dem was wir wirklich wollen nicht näher, zudem verursacht es Stress und Unwohlsein.

 

Vielleicht  nimmst du dir dann, wenn du das bemerkst einen Moment Zeit für diese Übung…

 

-Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Gedanken

 

-Beobachte sie einfach nur, ohne sie zu bewerten

 

-Lasse sie an dir vorüber ziehen

 

Nach einer Minute fragst du dich: „Was ist jetzt wirklich wichtig..?“

 

Bleibe mit deiner ganzen Aufmerksamkeit bei dir und gib dir eine Antwort.

(egal ob du eine innere Antwort hattest oder nicht) und sage dir:

 

„Nur das“.

 

Wenn du magst, mache das selbe mit einem Objekt deiner Wahl.

  • Beobachte es aufmerksam und frage dich: 

 

„Was ist jetzt wirklich wichtig..?“

 

Sage dir: „Nur das.“

 

 

 

 

 

 


Han Shan erklärt in 4 kurzen Videos Achtsamkeit

Alle 4 Videos auf einen Blick : Universal Awareness Association (youtube)

https://www.youtube.com/channel/UC6XgujcVvu0m_9CP9cNsRmA


Vom Tun zum Sein...

„Der Zustand der inneren Achtsamkeit ist eine andere Geistesverfassung, als das übliche Alltagsbewusstsein. Im Alltagsbewusstsein sind wir in einem Tun-Modus, der uns zu Aktivität, Anstrengung, Zielorientierung und kritischem Denken antreibt. Dieser Zustand ist nicht schlecht oder krankhaft. Er wird es erst, wenn es keine Abwechslung mit dem Sein-Modus gibt, in dem nichts geleistet, bewerkstelligt oder erreicht werden muss. Im Sein-Modus sind wir vollkommen in Ordnung, so wie wir gerade sind. Wir müssen nicht anders, besser oder erfolgreicher sein, sondern dürfen genauso sein, wie wir eben sind…“

 

( Ausbildung Achtsamkeitstraining)



Die 8 Prinzipien der Achtsamkeit Teil 2

Hier die weiteren 4 Prinzipien der Achtsamkeit:

 

WERTE-NEUTRALITÄT:

Bedeutet, nicht sofort das Geschehene in eine Schublade zu stecken, oder gut oder schlecht zu heissen.
Es heisst, eine offene Haltung allen Geschehnissen gegenüber einzunehmen. Wertungen verzehren das Bild, und wir entfernen uns von dem was ist. Auch hier beginnt der erste Schritt damit, dass wir uns überhaupt erstmal bewusst werden, dass wir werten, oder reflexartig ein Urteil gefällt haben. Wenn wir es aber bemerken, entsteht eine Wahlmöglichkeit. Wir können uns entscheiden, es zu schubladisieren, oder aber wir sind offen für eine neue Betrachtung, und somit entsteht eine Freiheit.

 

ANFÄNGERGEIST:

Mit der Haltung des „Anfängergeistes“, werden wir uns der Einzigartigkeit der gegenwärtigen Situation bewusst. Jeder Moment ist einzigartig und neu, und gibt es nur ein Mal.
Der Anfängergeist der Achtsamkeit bedeutet, die Routine zu verlassen, das gibt Frische und Offenheit. Neue Lösungsmöglichkeiten bieten sich, und unsere Neugier wird geweckt, wir erleben neue Erkenntnise und einen grösseren Überblick.

 

GEDULD:

Geduld bedeutet, die Erkenntnis, das alle Dinge ihre Zeit brauchen.
Wenn wir anerkennen, das die zeitliche Dauer der Dinge ein Prozess ist. So geben wir dem was passiert Raum. Diese innere Haltung ist somit ein stressfreier Zustand, eine entspanntere Gemütsverfassung.
….alles braucht seine Zeit….

 

VERTRAUEN:

Hier geht es darum, das Vertrauen in den eigenen Körper, das eigene Empfinden wiederzuerlangen oder zu halten. Die Signale des Körpers bewusst wahrzunehmen. Ignorieren wir die Signale unseres Körpers, oder wenden wir uns gegen sie, wird unser Körper zu einem Feind, und darauf reagiert unser Organismus verstärkt gestresst. Was dann zu weiteren Symptomen führt. Wir lernen, auf unseren Körper zu hören, zu verstehen, aufmerksam und gleichzeitig undramatisch. 

c.o.


Die 8 Prinzipien der Achtsamkeit Teil 1

 

In der ACHTSAMKEITS- PRAXIS/ TRAINING gibt es neben den 5 Elementen (Konzentration, Beobachten, Nicht bewerten, Nicht reagieren, Benennen) auch 8 Prinzipien, die dazu führen, die Philosophie der Achtsamkeit noch klarer und deutlicher zu machen. Mit den damit geschaffenen Bildern, Gefühlen und Gedanken, schaffen wir eine weitere Möglichkeit, unseren unruhigen Geist zu besänftigen.

 

Hier die ersten 4 Prinzipien der Achtsamkeit:

 

AKZEPTANZ: 

Akzeptanz ist die Basis jeglicher Haltung. Es bedeutet, das was ist so anzuerkennen und zu akzeptieren wie es tatsächlich, faktisch ist. Es geht nicht darum, alles gutzuheissen, oder damit einverstanden zu sein, sondern es reicht, wenn wir es da lassen, wo es ist. Diese Haltung gibt und die Fakten für die aktive Gestaltung unseres eigenen Lebens in die eigene Hand. Sie sollte aber nicht mit Hinnehmen verwechselt werden, denn Hinnehmen besitzt wenig Klarheit und ist eher passiv und man hat das Gefühl des ausgeliefert seins, die Verantwortung wird nicht bewusst übernommen. Akzeptanz fürt zu einem klaren Bewusstsein, und man kann aktiv Entscheidungen treffen. Etwas nicht zu akzeptieren hat zur Folge, das wir Widerstände gegen das was ist aufbauen, was wiederum sehr viel Energie kostet, und uns schlussendlich selbst schadet. Um die inneren Widerstände abzubauen kann es helfen zu akzeptieren was ist. Das bezieht sich auch auf innere Zustände (Gefühle, Gedanken...), und nicht nur auf äusseres Erleben oder Geschehnisse.

 

TEFLON-GEIST:

Der Teflon-Geist bezeichnet die Fähigkeit, sich immer wieder von aufkommenden Reizen zu lösen. Wie bei einer Teflonoberfläche, bei der alles daran abperlt, und nichts kleben bleibt. Es bedeutet auch, nicht auf alle Reize anzuspringen, was dabei hilft, sich auf das wesentliche zu konzentrieren, und Reizuberflutung zu verhindern. Wir lassen die Eindrücke vorbei ziehen, haften nicht daran.
Die vielen Eindrücke eines Tages müssen von unserem Gehirn verarbeitet werden, was schnell dazu führen kann ins Grübeln zu verfallen. Unser Oganismus kann dadurch in Stress geraten, diese Haltung des Teflon-Geistes kann uns dabei helfen, diese vielen Eindrücke zwar wahrzunehmen, jedoch nicht daran kleben zu bleiben, sondern zu lernen, dass wir die Fähigkeit trainieren können, alles an uns vorbei ziehen zu lassen.

 

LOSLASSEN:

Loslassen beginnt mit der Bewusstwerdung, dass wir an etwas festhalten.
Meistens halten wir an etwas fest, seien es Gedanken, Gefühle oder Situationen. Durch das Bewusstwerden dessen, können wir beginnen, das Loslassen zu üben.
Festhalten hat oft die Folge, dass wir den Fokus an das Objekt unserer Sorgen binden, dann sind wir nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern verlieren den Kontakt zum Moment. Wir sind dann entweder in der Zukunft, oder in der Vergangenheit. Doch das Jetzt ist der einzige Moment, in dem wir entschieden Handeln können. Weder die Vergangenheit noch die Zukunft ist wirklich greifbar. Beim Losalassen geht es darum, Erfahrungen sofort wieder ziehen zu lassen. Synapsen werden so frei gehalten, für neue Eindrücke des gegenwärtigen Moments.

 

MITGEFÜHL:

Dabei geht es darum, Liebe und Mitgefühl auch für uns selbst zu empfinden, freundlich und gelassen mit uns umzugehen.
(zum Beispiel, wenn es uns immer noch nicht gelingt, die Gedanken ziehen zu lassen, wir ins Grübeln verfallen…)
Frustration und Abmühen, lassen sich mit Mitgefühl und Liebe eine Offenheit und einem Wohlwollen bewahren, uns selbst gegenüber offen zu bleiben, uns und anderen freundlich zu begegnen. Anstatt uns ständig zu kritisieren und mehr Leistung zu fordern, bleiben wir so im freundlich, wohlwollenden Kontakt mit uns und anderen. Dieses Prinzip der Liebe und des Mitgefühls erlaubt uns, neue Formulierungen und Gefühle für uns zu finden, die einen wohlgesonnen sind und uns förden können, anstatt uns schlecht zu fühlen und uns bremsen.

 

Die restlichen 4 Prinzipien folgen demnächst...  

c.o.


Über den Verstand, Selbstgefühl und die Gedanken....



Bauchatmung (Zwerchfellatmung, eine "Turbo- Entspannungsmethode":

 

Die Art wie wir atmen, hat enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden, auch bezüglich Anspannung und Entspannung. Im Laufe unseres Lebens passiert es oft, dass wir verlernen, richtig zu Atmen. Als Baby ist die Bauchatmung noch Normalzustand.

Die Atmung steht über das Zwerchfell im direkten Zusammenhang zum vegetativen/ autonomen Nervensystem. Darum hat die Bauchatmung grossen Einfluss darauf und kann schnell Beruhigung und Entspannung auslösen. Haben wir Stress, in jeglicher Form z.B. Angst, Überlastung, innere Unruhe etc., wird unsere Atmung ebenfalls flacher und schneller. Längerfristig kann das dann wiederum zusätzlich zu psychischen Problemen, auch zu verschiedenen körperlichen Symptomen wie z.B. Kopfschmerzen, Hals-, Nacken-, Schulterverspannungen, Bluthochdruck, Magen- und Darmbeschwerden (Reizdarm), Schlafstörungen, nächtliches Grübeln usw. führen.

Die Bauchatmung ist ein wunderbares, effektives Mittel, innert küzester Zeit, Stress abzubauen, sich zu beruhigen, runterzufahren und zur Ruhe zu kommen. Man könnte sagen eine "Turbo-Entspannungsmethode"!
Die, mit etwas Übung zudem immer und überall praktiziert- , und da praktisch unbemerkt vom Umfeld, -durchgeführt werden kann... ;-)

 

So gehts:

Geht im Sitzen, Stehen, Liegen. Wichtig ist, dass die Wirbelsäule gerade ist.

(Am Anfang kann es hilfreich sein, eine Hand auf den Bauch zu legen, so dass das Heben und Senken der Bauchdecke bewusst wahrgenommen wird.)

 

Nimm eine bequeme Körperhaltung ein sitzend, liegend, oder stehend, mit geradem Rücken, Schultern locker nach unten hängend...

 

Leg also, wenn du magst deine Hand auf deinen Bauch.

 

Konzentrier dich ganz bewusst auf deine Atmung…

 

Beobachte den Rhytmus deines Atems…

 

Atme tief in deinen Bauch, ein und aus…ein und aus…ein und aus…

 

Spüre wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt….

 

Atme dann ganz tief in deinen Bauch ein, so dass sich deine Bauchdecke weit nach oben wölbt und zähle dabei im Sekundentakt auf vier…

…atme ganz aus, so dass sich dein Bauch komplett leert und noch ein bisschen mehr, (bis wirklich keine Luft mehr raus geht!) und zähle dabei im Sekundentakt auf sechs oder acht…

 

Wiederhole das mindestens 4 mal.--

 

 

(Wenn du diese Übung regelmässig trainieren möchtest, mach sie in einer ruhigen, ungestörten Umgebung, und mach sie mindestens 3 Minuten lang.)

Sollte es dir während der Übung schwindelig werden, oder sonstiges Unwohlsein, beende die Übung, und atme langsam, aber in deinem natürlichen Rhythmus. Es kann daran liegen, dass du zu schnell geatmet hast.

 

c.o.


Die 5 Elemente der Achtsamkeit

 

 

 

Konzentration:

 

Die Fähigkeit der Konzentration, stellt gewissermassen die Basis der Achtsamkeit dar. Es wird der Fokus der Aufmerksamkeit auf ein gewähltes Objekt oder (Gedanken/Gefühl) gerichtet. Dadurch wird der Rest des Wahrnehmungsfeldes in den Hintergrund gerückt. Ziel ist aber nicht, die Konzentration möglichst perfekt aufrecht zu erhalten, sondern gerade das Bemerken des Abschweifens stellt einen Moment der Achtsamkeit dar. 

Achtsamkeitstraining ist ohne ein mindestmass an Konzentration nicht möglich.

 

 

 

Beobachten:

 

Beobachten im Alltagsgeschehen bedeutet oft eine Reaktion auf äussere (Sinneswahrnehmungen) oder innere ( Gedanken und Gefühle) Reize, die zur Folge haben, zu bewerten oder zu reagieren. Beobachten im Sinne der Achtsamkeit heisst jedoch, eine gezielte Hinwendung zu einem bewusst ausgewählten Beobachtungsgegenstand (zb. das beobachten einer Kerzenflamme), oder einem Gefühl/ Gedanken.

 

 

 

Nicht bewerten:

 

Ein Ereignis ( oder Gedanken/ Gefühl) wird erst einmal nur beobachtet, es wird als das was es ist wahrgenommen, ohne es zu bewerten.

 

 

 

Nicht reagieren:

 

Bezieht sich auf automatisch ablaufende Reaktionen und Handlungen. Es wird nicht sofort reagiert oder eingegriffen, sondern es geht darum, diese Impulse in erster Linie zu erkennen, ohne gedanklich- verbal oder handlungsmässig zu reagieren.

 

 

 

Benennen:

 

Beinhaltet das Zuordnen von einfachen Worten und Beschreibungen von non-verbalen Wahrnehmungsinhalten. Es wird nicht analysiert, sondern etikettenhaft Worte für die Wahrnehmung gefunden. Beschreibend und nicht bewertend.

 

 

(Beispiel: Das Geräusch eines Vogels wird zb. als „zwitschern“ benannt. „Vogel“ wäre bereits eine Schlussvolgerung des Geräusches.)

 

c.o.


Lebensregeln von Max Ehrmann - Desiderata

 

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast dieser Zeit und denke daran, dass wahrer Friede nur in der Stille zu suchen und zu finden ist.

 

Versuche, soweit es dir möglich ist, ohne dich selbst aufzugeben, mit allen 

Menschen auf gutem Fuß zu stehen, das heißt: auszukommen.

 

Wo immer es nötig ist, sage ruhig und besonnen die Wahrheit, und sei dir dabei stets bewusst, dass diese auch schmerzen kann.

 

Höre die Weltweisen, aber höre auch die anderen an, selbst wenn sie dir unwissend und dumm erscheinen, denn auch sie haben ihre Geschichte und an ihrem Schicksal zu tragen.

 

Meide die lauten und streitsüchtigen Menschen, denn sie sind eine Qual für den Geist.

 

Wenn du dich mit anderen vergleichst, werde nicht hochmütig und überheblich oder fühle dich nicht zu gering. Wisse: Es wird immer Menschen geben, die besser, vielleicht auch bedeutender oder geringer sind als du. Freue dich an dem bisher Erreichten und deinen Plänen, die dich beflügeln.

 

Sei eifrig in deinem Beruf und sorge, dass er dir Freude macht und Zufriedenheit in dir schafft, wie bescheiden er auch immer sein mag, er ist ein echter Besitz im Wechsel der Zeiten.

 

In geschäftlichen Dingen sei vorsichtig; denn überall lauern Betrüger, die dich schädigen wollen. Das soll dich jedoch nicht blind machen für das Gute und Schöne und was dir sonst noch an Anstand begegnet. Suche deinen Vorteil und nutze ihn, aber nicht zum Schaden anderer.

 

Viele Menschen streben nach hohen Idealen, und überall gibt es gute Menschen und Helden. Sei du selbst! Bleibe dir selber treu, was auch immer geschehen mag, Und - was immer du bist, bleibe stets bescheiden.

Heuchle nie Gefühle vor, wo sie nicht vorhanden. Du schadest dir damit selbst und vor allem verletzt du andere.

 

Denke nie verächtlich über die Liebe, denn sie ist etwas Heiliges, und wo immer sie sich wieder regt, behandle sie als etwas Kostbares. Sie erfährt soviel Entzauberung, erlebt soviel Enttäuschung und erträgt manche Dürre. Dennoch wächst sie immer wieder neu wie frisches Gras, sie ist voll Ausdauer und Langmut.

Ertrage mit freundlicher Gelassenheit den Rat der Älteren, besonders wenn sie dir nahe stehen. Gib die Jugendjahre mit Anmut zurück, wenn sie vorüber sind.

 

Stärke die Kraft deines Geistes, damit sie dir beisteht, wenn plötzliches Unheil über dich kommt.

 

Überfordere dich nicht mit Wunschträumen, bleibe realistisch und schau auf das, was im Augenblick nötig und möglich ist. Denn viele Ängste kommen aus falschen Erwartungen und Vorstellungen. Sie machen dich an Leib und Seele kaputt und nähren deinen Verdruss.

 

Bei aller Übung von Selbstdisziplin sei freundlich zu dir selbst. Du bist ein Kind der Schöpfung, ebenso wie Sonne, Mond und Sterne sowie Bäume und Sträucher, Berge, Hügel und Täler, Wind, Wasser und Feuer ein Teil dieser sind.

 

Du hast ein Recht, hier zu sein. Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, Gott hat dich gewollt; Er liebt dich und will, dass du glücklich bist. Und wenn du dich auch selbst und deine Umwelt nicht verstehst, so entfaltet sich doch die Welt nach Gottes Plan. Er hält und trägt dich.

 

So lebe denn in Frieden mit Gott, was du auch immer für eine Vorstellung von ihm hast. Was auch immer dein Streben und Sehnen ist, bewahre dir den Frieden mit deiner Seele, also den Frieden mit dir selbst und deinen Mitmenschen. Dann wird in dir die Erkenntnis wachsen, dass die Welt bei aller Mühe und Last, bei aller Plage und zerronnenen Träumen, dennoch eine schöne ist, auf der zu leben sich lohnt.

 

 

Greife nicht nach den Sternen. Strebe behutsam danach, zufrieden und glücklich zu sein.

 


Wie bewusst lebst du..?

 
Mit diesem kurzen Test, kannst du herausfinden, ob du bewusst oder eher unbewusst auf "Autopilot" lebst. 
 

 

1.Arbeitest du in einem Job, den du machst hauptsächlich um Geld zu verdienen?

(entspricht er auch deiner wahren Berufung, macht er dich glücklich und/oder zufrieden..)

 

2. Lebst du von der Hand in den Mund, und fragst dich, wo dein Geld bleibt..?

 

3. Verbringst du deine Zeit mit viel Fleiss, Mühe und/oder grosser Anstrengung,und mit vielen verschiedenen Dingen? ( bist du  dabei auch produktiv.)

 

4. Machst du Dinge hauptsächlich weil du sie tun MUSST.? (oder weil du sie gerne tust)

 

5. Hast du Gewichts-oder gesundheitliche Probleme, weil du zu wenig Zeit hast, dir über Nahrungsmittel die du zu dir  nimmst Gedanken zu machen, oder dir die Zeit für genügend Erholung oder Fitness fehlt..?

 

6. Hast du das Gefühl, dass du deine Zeit vorwiegend mit Dingen verbringst, die dir eigentlich  gar nicht so wichtig sind, anstatt  mit Dingen die dir wirklich am Herzen liegen..? 

 

7. Gehst du oft gedankenlos durch den Tag, ohne dir Gedanken zu machen, was du dir vom Leben wünschst, und wie du dahin kommen könntest..?

 

8. Würdest du gern mehr Zeit mit deiner Familie,mit Freunden, oder auch allein verbringen..?

 

9. Nimmst du dir kaum (regelmässig) Zeit nur für dich, um über dich und dein Leben, deine Wünsche, deine Beziehungen oder Ziele zu reflektieren..?

---

-Wenn die meisten Fragen mit “JA” beantwortet werden, lebt man eher unbewusst.-

 

Bewusst leben heisst, sich über das eigene Denken bewusst zu werden und die

Kontrolle der eigenen Denkweise zu übernehmen. Achtsam und aufmerksam sein,

mit sich und dem Umfeld. Nachzudenken, damit wir ein Leben führen können,

was uns nicht zufällig geschieht oder widerfährt, sondern das wir bewusst

mitgestalten und in dem wir bewusste Entscheidungen treffen können.

So, unser individuelles Leben führen

können wie es für uns stimmt, selbstbestimmt, in dem es uns gut geht, und in dem wir

uns nicht im Nebel der Routine verlieren.

 

c.o.

 

Achtsamkeits-Übungen...

Gehen:

 

Beim Treppensteigen z.B., genau auf die Füsse und auf das Gehen konzentrieren, wahrnehmen des Kontakts der Füsse auf dem Boden. Jede Treppenstufe bewusst wahrnehmen.

(Tipp: einmal barfuss gehen…)

 

Atem :

 

Konzentration und wahrnehmen des eigenen Atems. Einige Minuten bewusstes Ein- und Ausatmen. In den Bauch atmen.

Wahrnehmen des Atems durch die Nase, den Mund.

 

Hören :

 

Welche Geräusche sind im Moment zu hören? Differenziertes Wahrnehmen der verschiedenen Geräusche, oder bewusstes Zuhören eines bestimmten Geräuschs. Z.B. Wind in den Bäumen, Wasserfall, Vögel…

Oder Stille wahrnehmen.

 

Zuschauen / Sehen :

 

Tieren zusehen, z.B. Vögel, Katzen, Wildtieren. Oder einem Bach oder Fluss, Blätter und Gräser im Wind...

Genaues betrachten von etwas bestimmten z.B. einer Blume, bewusstes Wahrnehmen von Farben, Formen, Mustern…

(Tipp: man kann auch noch das Riechen dazu nehmen…)

 

In sich hinein fühlen :

 

Was denke ich gerade? Was fühle ich ?

(Beobachter Position einnehmen)

 

Körperbewusstsein :

 

In den eigenen Körper hinein spüren. Konzentration auf die Füsse, Beine, Bauch, Hände, Nacken…

(Bodyscan)

 

 

Essen :

 

Beim Essen nur auf das Essen konzentrieren. Bewusstes Wahrnehmen des Geschmackes, Konsistenz…

(wenn ich esse, esse ich…/ nichts anderes daneben tun)

 

Pausen :

 

Im Alltag kleine, bewusste Pausen einschalten. Innerlich Stop sagen, und vlt. tief ein- und ausatmen, oder einfach dasitzen oder stehen und sich auf den Moment einlassen, nur ein paar Minuten...schweigen…

 

Bekanntes neu erleben :

 

Bei den alltäglichen Dingen und Verrichtungen einmal bewusst wahrnehmen oder sie konzentriert ausführen. Z.B. Zähneputzen, was hat die Zahnbürste für eine Farbe, die Zahnpaste? Beim Händewaschen auf die Seife achten, den Duft…

Den Arbeitsweg genau betrachten, das Einkaufen bewusst erleben und wahrnehmen. Beim Duschen, Kochen, Putzen... immer bewusst und konzentriert, und mit Fokus auf das was ich gerade tue.

 

 

 

Viele von diesen Übungen kann man übrigens sehr gut und einfach im Alltag integrieren. Z.B. wenn man warten muss, an der Kasse in einem Geschäft, am Bahnhof, im Auto vor einer Ampel oder im Stau…

 

 

 

c.o.



Achtsamkeit..?

Was bedeutet Achtsamkeit..?

 

Achsamkeit heisst, das bewusste Wahrnehmen des Moments, ohne jegliche Bewertung oder Beurteilung. Das Gewahrsein des Jetzt.Sie ermöglicht uns, dem jeweils gegenwärtigen Moment in der bestmöglichen Weise zu begegnen. Aber auch im Kontakt mit sich selbst zu sein. Schlussendlich auch die Akzeptanz des Gegenwärtigen. Dazu gehört auch das Wahrnehmen des eigenen Körpers, durch bewusste Präsenz des momentanen Körpergefühls, der Körperempfindungen und Sinneswahrnehmung (sehen, riechen, hören, schmecken…) . Auch das Wahrnehmen der eigenen Gedanken und Gefühle. Wichtig dabei ist, nicht in  die Wertung zu gehen, sondern nur beobachten, wahrnehmen, und wieder loslassen, sich nicht darin verlieren.

 

Achtsamkeit/ Achtsamkeitstraining hilft bewusst zu leben und führt zu :

 

  • einer guten Selbstregulation
  • Stressminderung und Stressabbau/Entspannung
  • einem besseren Zugang zum eigenen Potential
  • einer bewussten Wahrnehmung von sich selbst und anderen
  • mehr Mitgefühl und Empathie für sich selbst und andere
  • einem engeren Kontakt zu sich selbst und den eigenen Bedürfnisen
  • bewussten Entscheidungen und setzen von Prioritäten und Selbstbestimmtheit
  • innerer Ruhe und mehr Gelassenheit und Ausgeglichenheit
  • mehr Belastbarkeit
  • geistiger Gesundheit

 

Du kannst Achtsamkeit bei praktisch all deinem Tun, deines Tagesablaufs ausüben. Auch während du isst, arbeitest oder Haushaltsarbeiten durchführst. Indem du auf die Empfindungen achtest, die du in jedem Moment erlebst.

 

„Der Zustand der inneren Achtsamkeit ist eine andere Geistesverfassung, als das übliche Alltagsbewusstsein. Im Alltagsbewusstsein sind wir in einem Tun-Modus, der uns zu Aktivität, Anstrengung, Zielorientierung und kritischem Denken antreibt. Dieser Zustand ist nicht schlecht oder krankhaft. Er wird es erst, wenn es keine Abwechslung mit dem Sein-Modus gibt, in dem nichts geleistet, bewerkstelligt oder erreicht werden muss. Im Sein-Modus sind wir vollkommen in Ordnung, so wie wir gerade sind. Wir müssen nicht anders, besser oder erfolgreicher sein, sondern dürfen genauso sein, wie wir eben sind…“

 

 Achtsamkeit ist keine Art von Religion, sondern eine Geisteshaltung, eine Lebensphilosophie, ein Weg.

 

 

 

Jon Kabat-Zinn, der Begründer des MBSR-Programmes „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ sagt:

 

 

„Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen.

Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern…

Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen.“ Jon Kabat-Zinn

 

 

Achtsamkeit entsteht nicht einfach wie von selbst, nur weil man zu der Überzeugung gelangt ist, dass es nützlich und wünschenswert wäre, bewusster zu leben. Es bedarf vielmehr einer starken Entschlossenheit sowie einer wirklichen Überzeugung vom Wert solchen Tuns, um jene nötige Disziplin aufzubringen, die man als Grundpfeiler einer effektiven Meditationspraxis bezeichnen könnte. 

Jon Kabat-Zinn

 

 

 

 


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Gegenwärtig- Sein

Achtsamkeit – Gegenwärtig-Sein

Achtsamkeit führt uns direkt in den momentanen Augenblick. Dorthin, wo das Leben stattfindet, wo unser Wesen existiert, unser Körper ist, der Atem fließt, die vielen Empfindungen und Gedanken sind. Durch Achtsamkeit können wir entdecken, wer wir wirklich sind, denn jedes Problem in unserem Alltag ist eine Folge dessen, dass wir nicht wissen, wer wir tatsächlich sind und es daher auch nicht leben können. 

Eine achtsame Haltung ist eine neutrale wertfreie konzentrierte und offene Beobachtung und Wahrnehmung der Gegenwart, also dessen, was jetzt gerade vor sich geht. Es ist das Öffnen eines aufmerksamen Raumes, in dem wir betrachten können, was mit uns und um uns herum geschieht. 

Vieles von dem, was in uns und durch uns geschieht, entzieht sich unserem Bewusstsein. Wir agieren automatisch in Handlungs- und Gewohnheitsmustern oder verfangen uns in Gedankenschleifen. Dies geschieht meist nach immer dem selben Schema, weil sich in unserem Gehirn mit der Zeit entsprechende Vernetzungen bilden. Wenn wir nicht wach und gegenwärtig sind, dann leben wir hauptsächlich in diesen festgelegten Mustern. Sie sind nicht verkehrt, doch sie halten uns manchmal regelrecht gefangen und und können ein eigenes Leben verhindern.

Einen aufmerksamen anwesenden Geisteszustand zu haben und zu halten, ist für uns nicht normal. Wir rutschen immer wieder in eine Art Halbbewusstsein hinein, in dem wir vor uns hin denken und handeln, ohne wirklich präsent zu sein. In der Präsenz unseres Wesens, liegt unsere Klarheit, unsere Kraft und unser innerer Frieden, die wir in dem Maße verlieren, wie wir eben wegdämmern. Dann bekommen wir Vieles nicht mehr mit, finden zu emotionalen Ausschlägen nicht den geeigneten Abstand, gehen über unsere körperlichen Impulse und über unsere ureigenste Intuition und Natürlichkeit hinweg, was zu geistig, seelischen und körperlichen Beschwerden, Frustation und anhaltenden Konflikten führen kann. 

Das Herstellen und Halten eines wachen aufmerksamen Raumes können wir wieder erlernen, wie Radfahren oder Autofahren. Es braucht nur ein wenig Übung und mit der Zeit geht es ganz von allein. Dann gehen wir durch unseren Alltag und haben in jedem Moment eine aufmerksame Wachheit. Unser wacher wahrnehmender Raum wird zur Normalität. Das ist Meditation.

Während der Achtsamkeit liegt unser Focus auf uns und das kann mit der Zeit unsere falschen festgefahrenen Persönlichkeitsstrukturen soweit auflösen, dass wir nun ganz natürlich fließende innere Zuständen erleben. Wache bewusste Menschen leben selbstverständlich ihr eigenes Leben. Sie können gar nicht anders. Das ergibt sich ganz von allein. „Ich müsste, sollte oder könnte“, unsere Erwartungen und die der Anderen fallen von uns ab und stattdessen gibt es ein So-sein, So-ist-es, So-ist-es-nicht, Das-tue-ich und Das-tue-ich-nicht, welches aus unserem tiefen inneren Wesen empor steigt. Wir kehren immer wieder in eine wertfreie und offene Haltung zurück, um das innere Fließen von Moment zu Moment wieder neu wahrzunehmen und zu einem verbalen Ausdruck oder in eine authentische Handlung bringen zu können. 

Während wir uns und alles um uns herum in unser Gewahrsein einschließen, werden wir mit der Zeit feststellen, dass wir aufhören, uns mit etwas zu identifizieren, was wir nicht sind. Wir nehmen dann nur noch Formen an, die zu uns gehören, sich richtig und gut anfühlen und folgen nur noch den Handlungsstrategien, die unserem Wesen entsprechen. So kann das Leben zu unserem Leben werden und wir ganz zu uns selbst.

Quelle:https://www.systemische-praxis-potsdam.de/judithmuecke/achtsamkeits-meditation/



Spuren im Sand

 

Eines Nachts hatte ich einen Traum:


Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?

Da antwortete er: Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.

 

 

 

Margaret Fishback Powers



Die Geschichte vom Fischer und dem Geschäftsmann

Am späten Vormittag sass ein Fischer unter einer Palme am Strand und blickte zufrieden aufs Meer hinaus. Der Morgen hatte ihm einen guten Fang beschert, von dem  seine Familie und auch die Leute im Dorf satt werden würden.

Da kam ein Geschäftsmann des Weges.

"Warum sitzt du da unter der Palme und schaust aufs Meer, statt hinauszufahren, und Fische zu fangen.?" fragte er den Fischer.

Der liess sich nicht in seiner Ruhe stören. "Ich war schon draussen", sagte er nur.

"Ja, und wieviel hast du gefangen?"

"Genug, dass wir heute satt werden."

Der Geschäftsmann griff sich an den Kopf. "Mehr nicht? Das verstehe ich nicht... Du hast doch Zeit, warum fährst du nicht raus und machst noch einen Fang?"

Der Fischer sah den Geschäftsmann verständnislos an. "Wozu denn?"

"Du könntest mehr Fische verkaufen", ereiferte sich der Geschäftsmann. "Du könntest dir von dem verdienten Geld ein tüchtigeres Boot kaufen, bessere und grössere Netze. Damit fängst du mehr und kannst noch mehr verkaufen. Dann kannst du sogar Leute einstellen, die für dich arbeiten, und dein Erlös vermehrt sich. Vielleicht kannst du sogar eine eigene Fischkonservenfabrik gründen und die Fische weltweit vertreiben..."

"Und wenn ich das alles geschafft habe, was mach ich dann.?"Dann...ja, dann kannst du es ruhig angehen lassen. Du kannst dich irgendwo unter eine Palme setzen und den Blick aufs Meer geniessen", schlug der Geschäftsmann vor.

Der Fischer lachte lauthals. "Und was tue ich jetzt..?"

 

 

 

(Quelle:

Buch von Han Shan, Achtsamkeit, die höchste Form des Selbstmanagements)


Achtsamkeit...

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Energetische Haus/Wohnungs- Reinigung , Räuchern

 

Am Anfang war der Rauch….

Räuchern ist so alt wie die Nutzung von Feuer, und geht zurück bis zu den Ägyptern und noch weiter.

Bis heute hat es sich auch in unserer Kultur, auch in der Befölkerung erhalten, wenn auch oft etwas hinter vorgehaltener Hand. Das Ausräuchern zb. von Haus und Stall wird auf dem Land noch heute in vielen Regionen ganz selbstverständlich betrieben. Damit Mensch und Tier sicher vor Unglück und schlechten Ereignissen sind, und geschützt werden. Viele Religionen nutzen die Rituale des Räucherns auch heute noch. Auch hier in unseren christlich geprägten Regionen, z.b. in den kirchlichen Liturgien ( Weihrauch).

 

Alles ist Energie

 

Geht man davon aus, dass alles Energie ist, und somit alles mit allem verbunden, versteht sich, dass auch unser Zuhause, unsere Räume in denen wir uns aufhalten Felder sind, die eng mit uns verbunden sind. Jeder Gedanke, jedes Gefühl also auch Energie, und somit verbunden mit unserer Umwelt unserem Feld in dem wir uns bewegen.

 

Die meisten Menschen kennen das Gefühl, das man sich an bestimmten Orten oder in bestimmten Räumen einfach nicht richtig wohl fühlt. Oder man hat plötzlich das Gefühl, unbedingt die Fenster öffnen zu müssen, zb. nach einem Besuch. Auch Zeiten von intensiven Gefühlen wie Trauer, Angst oder Streitgespräche können sich in den Räumen (Feldern) festsetzen, und hängen dann sozusagen im Feld, selbst wenn sich die Situation bereits wieder verbessert hat. Auch alte, sogar uralte Energien können so bereits vom Vormieter oder Besitzer des Hauses oder der Wohnung  „übernommen“ werden. Langes Arbeiten am Computer, jegliche elektromagnetischen Strahlungen oder Elektrosmog überhaupt  belastet die Energie im Raum.

All dies kann dann wahrgenommen werden, auf unterschiedliche Weise, als Gefühl der Beklemmung, bedrückende Gedanken,Unruhe, Schlafstörungen, Nervosität, Angst, Gereiztheit, Schwermut oder Kälte, usw., auch körperlich bis hin zur Krankheit.

 

Klären

 

Energie ist nicht starr, und somit haben wir die Möglichkeit, auf diese Felder Einfluss zu nehmen. Alle negativen Energien können  somit auch wieder in neutrale, oder positive Schwingung gebracht werden.

Das Räuchern ist eine Möglichkeit. Natürlich kann man nun einfach mit etwas Weihrauch durch das Haus laufen, es kann aber sein, dass danach nichts oder nur wenig Besserung eintritt. Damit das Feld mit neuen Informationen gefüllt wird, ist eine Absicht eine Initiation sehr wichtig. Eine Bewusstheit,  eine Kraft, eine andere positive Energie (unsere Gedanken, Absichten) muss unbedingt dabei sein.

Dazu kommen dann die speziellen Räucherwerke. Pflanzen, die mit dem verströmen ihrer Kraft und Energie, was sie ja sind, wunderbar Unterstützung geben.

 

 

 

Räuchern, Praxis

 

Man braucht dazu :

 

  • Feuer- und hitzebeständiges Gefäss
  • Sand
  • Räucherkohle-Tabletten
  • verschiedenes Räucherwerk

 

Den Sand ca. 5 cm tief in das Gefäss füllen, Räucherkohle anzünden und auf den Sand legen. Solange warten bis die Kohle keine  Fünkchen mehr wirft.

Dann das gewünschte Raücherwerk darauf legen.

Nun kann man beginnen. Am effektivsten ist es, wenn man bei einem Haus das ganze Haus ausräuchert, das heisst vom Keller bis zum Dach. Bei einer Wohnung am besten alle Räume. 

Sei dir deiner Absicht ganz bewusst, was willst du mit deine Räucherung erreichen. (Reinigung/Auflösung von negativen Energien ) Geh einfach in jeden Raum, und spüre in dich hinein, nimm alles möglichst bewusst war. Lass den Rauch ruhig in alle Himmelsrichtungen verteilen, geh dorthin, wo es dich zieht. Sei in dir in Frieden, in Liebe und möglichst klar und ruhig, aber bestimmt.

 

Wenn du überall warst, sollte in jedem Raum der Rauch stehen, das heisst es darf ruhig richtig „neblig“ sein.! Nun kommt der fast wichtigste Schritt, öffne alle Fenster..! Die Energie die du nicht mehr willst hat sich nun im Rauch gesammelt/gebunden, und kann jetzt nach draussen abziehen. Lass die Fenster unbedingt so lange offen, bis in den Räumen kein Rauch mehr zu sehen ist.!

 

Wenn aller Rauch abgezogen ist, kannst du die Fenster wieder schliessen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, zum einen kannst du es dabei belassen, oder aber du füllst den Raum wieder auf, das macht Sinn, da der jetzt „leer“ ist. Auch hier kannst du mit deiner Absicht Einfluss nehmen. Ich empfehle meistens, den Raum wieder auzufüllen, mit einer Essenz, einem Räucherwerk, dass dem Bewohner besonders gut tut, oder besonders gefällt. (z.B. Wirkung für Ruhe, Frieden, Liebe, stimmungsaufhellend, Schutz, beruhigend etc. )

Geh einfach genauso vor wie bei der Reinigung, mit dem Unterschied, dass du danach nicht mehr so stark lüftest, den Duft/Rauch also noch eine Zeit im Haus /Wohnung wahrnehmen kannst.

 

(Achtung..! Die Kohle bleibt danach noch für längere Zeit heiss..! Bitte darauf achten und Gefäss nicht unbeaufsichtigt lassen..!)

 

Räucherwerk und Zubehör kann man heute an vielen Orten bekommen, oft steht die Wirkung darauf. Die meisten Pflanzen/Kräuter, Hölzer und Harze lassen sich auch untereinander mischen.

 

Mein Tpp:

 

Ich verwende zur Hausreinigung immer : (einzeln oder auch in Kombination)

 

  • weisser Salbei, eine der wirksamsten und stärksten Reinigungs- und Klärungs Pflanzen
  • Weisser Copal, Weihrauch
  • Drachenblut, bei extrem schlechten, schweren Energien 

 

Zum Auffüllen nach der Reinigung. Zum Beispiel :

 

 

  • Galgant
  • Rosenweihrauch
  • Storax
  • Sandelholz
  • Zedernholz
  • Mastix
  • hierfür sind auch Räucherstäbchen sehr geeignet..!(auf gute Qualität und nur natürliche Inhaltstoffe achten!)

 

c.o.


Das Gehirn eines Buddha....

Entspannung und Meditation

 

Das parasympathische Nervensystem (PNS) aktivieren

 

Ihr Körper besitzt zahlreiche wichtige Systeme, darunter das endokrine (hormonelle) System, das Herz-Kreislaufsystem, das Immunsystem, das Magen-Darm-System und das Nervensystem. Wenn sie die Körper-Geist-Verbindung nutzen möchten, um Stress zu senken, die Feuer zu kühlen und ihre langfristige Gesundheit zu verbessern, welches ist dann der optimale Eintrittsort in all diese Systeme? Es ist das autonome Nervensystem (ANS).

Dies liegt daran, dass das ANS- dass ein Teil des grösseren Nervensystems ist- mit jedem anderen System verknüpft ist und die Regulation eines jeden anderen Systems unterstützt. Und geistige Aktivität hat einen grösseren direkten Einfluss auf das ANS als auf jedes andere Körpersystem. Wenn sie den parasympathischen Zweig des ANS stimulieren, breiten sich beruhigende, wohltuende und heilende Wellen in ihrem Körper, Gehirn und Geist aus. 

 

Entspannung

 

Beim Entspannen wird der Schaltkreis des parasympathischen Systems in Anspruch genommen und dadurch gestärkt. Das Entspannen beruhigt auch das sympathische Nervensystem-das Kampf-oder-Fluchtsystem-, da entspannte Muskeln Feedback an die Alarmzentren des Gehirns senden, dass alles gut ist. Wenn man sehr entspannt ist, kann man sich nur schwerlich gestresst oder aus der Fassung gebracht fühlen. Die Entspannungsreaktion kann sogar Veränderungen im Hinblick darauf bewirken, wie ihre Gene exprimiert werden, und damit durch chronischen Stress ausgelösten Zellschaden reduzieren.

Den Nutzen der Entspannung können sie nicht nur dadurch ernten, dass sie sie in bestimmten nervenaufreibenden Situationen auslösen, sondern auch dadurch, dass sie ihren Körper "offline" darin schulen, automatisch zu entspannen; die folgenden Methoden können  für beide Zwecke genutzt werden.

Hier als Erstes vier schnelle Mittel:

 

-Entspannen sie die Zunge, ihre Augen und ihre Kiefermuskeln.

 

-Fühlen sie, wie  Spannung aus ihrem Körper hinausfliesst und in die Erde sinkt.

 

-Lassen sie warmes Wasser über ihre Hände laufen.

 

- Suchen sie ihren Körper nach Regionen ab, die angespannt sind, und entspannen sie diese.

 

Meditation

 

Meditation aktiviert das PNS auf vielerlei Wegen. Zu diesen gehören : das Abwenden der Aufmerksamkeit von aufreibenden Angelegenheiten, das Entspannen und das Lenken des Gewahrseins nach innen in den Körper hinein. Dadurch, dass sie das PNS und andere Teile des Nervensystems stimuliert , bewirkt regelmässige Meditation Folgendes :

 

- Sie vermehrt die graue Substanz in der Insula, im Hyppocampus und im präfrontalen Kontex, vermindert die altersbedingte kortikale Verdünnung in präfrontalen Regionen, die durch die Meditation gestärkt werden, und verbessert mit diesen Regionen in Verbindung stehende psychologische Funktionen, darunter Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Empathie.

 

- Sie steigert die Aktivierung linker frontaler Regionen, was die Stimmung hebt.

 

- Sie erhöht die Stärke und Reichweite schneller Gamma-Gehirnwellen bei erfahrenen Praktizierenden; Gehirnwellen sind die schwachen, aber messbaren elektrischen Wellen, die von einer grossen Zahl von Neuronen produziert werden, die rhytmisch gemeinsam feuern.

 

- Sie verringert den Spiegel des Stresshormons Cortisol

 

- Sie stärkt das Immunsystem

 

- Sie hilft bei einer Vielzahl von medizinischen Leiden, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Typ-2- Diabetes, PMS und chronischen Schmerzen

 

- Sie hilft bei zahlreichen psychischen Leiden, darunter Schlaflosigkeit, Angst, Phobien und Essstörungen

 

Es gibt viele kontemplative Traditionen und viele Arten, zu meditieren. Der Schlüssel zum Ernten des Lohns der Meditation liegt darin, eine regelmässige, tägliche Praxis zu etablieren, egal wie kurz. Wie wäre es damit, die persönliche Verpflichtung einzugehen, nie schlafen zu gehen, ohne am selben Tag meditiert zu haben, und sei es nur für eine Minute..?

 

 

(Quelle: Buch," Das Gehirn eines  Buddha", von Rick Hanson)

 

 

 

 

 



Entspannung mit Frequenzen


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Dharma

 

 

 
 

Dharma ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet  Lebenszweck oder- sinn.

Es besagt, dass wir eine körperliche Gestalt angenommen haben, um einen Sinn zu erfüllen. 

Diesem zufolge hat man ein einzigartiges Talent und eine einzigartige Art, dies auszudrücken. Es gibt etwas, dass man besser kann als alle anderen Menschen in der ganzen Welt- und nach jedem einzigartigen Talent und jedem einzigartigen Ausdruck dieses Talents gibt es auch eine einzigartige Nachfrage. Wenn diese Nachfrage mit dem kreativen Ausdruck des Talents abgestimmt wird, entsteht ein Funke, der Wohlstand erzeugt. Wenn man seine Talente ausdrückt und damit Bedürfnisse stillt, erzeugt man undbegrenzten Reichtum und Überfluss.

Wenn man Kindern von Anfang an diesen Gedanken einflössen kann, sieht man die Wirkung deutlich in ihrem späteren Leben. Ich habe dies bei meinen Kindern so gehalten. Immer wieder habe ich ihnen gesagt, es gäbe einen Grund, dass sie auf der Welt seien, und sie sollten diesen Grund allein herausfinden. Seit sie vier Jahre alt sind haben sie das immer wieder von mir gehört. Ich habe ihnen ausserdem im gleichen Alter das Meditieren beigebrachtt und ihnen gesagt: "Ich möchte, dass ihr euch niemals darüber Gedanken macht, wie ihr euren Lebensunterhalt verdient. Wenn ihr als Erwachsene nicht genug verdient, werde ich für euch sorgen, daher braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Ich möchte nicht, dass ihr euch ausschliesslich darauf konzentriert, in der Schule gute Leistungen zu erzielen. Ich will gar nicht, dass ihr immer die besten Noten habt und nur die besten Schulen besucht. Ich will nur, dass ihr euch auf die Frage konzentriert, wie ihr der Menscheit am besten dienen könnt und welche einzigartzigen Talente ihr habt. Denn jeder von euch hat eine Einzigartige Begabung, die so kein anderer besitzt, und ihr könnt diese auf ganz besondere, eigene Weise ausdrücken."

Aber meine Kinder besuchten die besten Schulen, bekamen die besten Noten, und schon im College fielen sie dadurch auf, dass sie finanziell unabhängig waren, denn sie hatten sich darauf konzentriert, was sie auf dieser Erde geben sollen.

 

Deepak Chopra